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TROIA

Projektbeschreibung
Project description
Description du projet

Architekturmodell

Text
Olaf Arndt :
der falsche Schlaf

(Auszug)



> DEMONEN.Theater.Archiv.Buch.Hörspiel

TROIA: ein Projekt für den öffentlichen Raum, initiiert von BBM, Beobachter der Bediener von Maschinen

Was ist TROIA?
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> Preise und Auszeichnungen

> vorläufiger Tournee-Plan
> Der Inhalt: Wissenschaft, Technik und Verantwortung
> Der Auftritt: Öffentlicher Raum
> Kunst Theater Information: Vermittlung von Inhalten
> Experiment Europa
> Netzwerk TROIA: eine "lernende" Installation
> Bürger und Kunst
> Projektpartner
> Links

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Preise:

1. Preis "Sinne und Telepräsenz"
Im November 2004 wird dem Projekt TROIA für das technische Konzept mit dem Titel: "Movotron" ein hoch dotierter Preis der Hochschule der Künste Bremen zugesprochen. Es handelt sich um den ersten Preis im Ideenwettbewerb "Sinne und Telepräsenz", der gemeinsam vom Senator für Kultur, dem Technologiezentrum Informatik, TZI Bremen und dem Museum Weserburg ausgelobt wurde.
Zusammensetzung der Jury: Dominik Landwehr, Prof. Dr. Martin Riedmiller, Neuroinformatik, Institut fur Kognitionswissenschaft an der Universität Osnabrück und Rosanne Altstatt, vorm. Leiterin Edith-Ruß Haus Oldenburg

"Linux New Media Award"
November 2004: Unser TROIA-Entwickler Zsolt Barat gewinnt den "Linux New Media Award" für seinen Beitrag zur Entwicklung der neuen Abspielmaschine "mplayer", die wir in unseren "Armpods" (wearable devices) einsetzen.

P/A Awards für internationale Architektur
Januar 2005: Neil Denari erhält eine Auszeichnung im P/A Award für internationale Architektur des New Yorker "Architecturemag" für seinen Entwurf eines mobilen Gebäudes für das Projekt TROIA. Die Jury lobt das Konzept ebenso wie die Umsetzung und vermutet, dass TROIA eine breite Diskussion um Politik und öffentlichen Raum auslösen wird.

Ausgehend von dem Raumkonzept der Entwürfe von Denari entwickelt Martin Hoyer ein Modulsystem für den "theatralen Showroom" (Marie Zimmermann) von TROIA, resp. für die Inszenierung von "DEMONEN".

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Tournee-Plan

Die Premiere von TROIA fand im Juli 2005 beim Festival "Theater der Welt Stuttgart" statt. Danach reiste TROIA nach Bremen.
Genaue Termine entnehmen Sie bitte: Tournee-Plan

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Der Inhalt: Wissenschaft, Technik und Verantwortung

Das Projekt TROIA (1) befasst sich mit dem Thema "Technologien der politischen Kontrolle". Ausgangspunkt bei der Entwicklung des Stoffes ist ein Papier der "STOA"-Kommission der EU (2), das den Stand der Entwicklung von Überwachungs- und Repressionswerkzeugen in Europa untersucht.

Die Intention des Kunst-Projektes TROIA ist, das Publikum auf innovative Art mit diesem Thema zu konfrontieren und dabei eine aktive gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den demokratischen Grundrechten voranzutreiben.

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Der Auftritt: Öffentlicher Raum

TROIA ist ein transportables Gebäude, das im öffentlichen Raum aufgestellt wird. Es ist eine futuristische, mobile Architektur, die exklusiv für das Projekt entwickelt und gebaut wird. Es ist ein moderner modularer Behälter für TROIA, der als selbständiger Raum auf öffentliche Plätze gestellt wird. Als eine Art "reisender Themenpark" wird er für den temporären Aufenthalt in den Zentren verschiedener Großstädte Europas entworfen.

Das Projekt ist insgesamt eine Mischform aus Theater, lebendiger Inszenierung und Ausstellung und daher für alle denkbaren Bevölkerungsgruppen anziehend. TROIA wird als kollektives "Theaterspiel" inszeniert, mit der Bevölkerung als Akteur, dem öffentlichen Raum als Bühne und den multimedialen technischen Kunstwerken als "Beobachtern". Daher spielt die Platzierung der Aufführung auf innerstädtischen Flächen eine wesentliche Rolle.




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Kunst Theater Information: Vermittlung von Inhalten

TROIA ist "environmental theatre", eine theatralische Kunstform, in der Besucher und Darsteller, öffentlicher Raum und Bühne, Kunst und Architektur ein unkonventionelles Wechselverhältnis eingehen mit der Intention, dabei ein politisch brisantes Gesamt-Kunstwerk entstehen zu lassen.

Die Übersetzung der Inhalte findet auf zwei medialen Ebenen statt:

1. durch technikbasierte Kunst (Medienkunst)

hier können interaktives Video und neuartige Videowalls, mobile robotische Objekte, sog. handheld / wearable devices (Technik am Körper), portable Audioeinrichtungen (headphone-sets), Sendeanlagen, Software und andere (immaterielle) Medien zum Einsatz kommen

2. durch den Einsatz von Darstellern als verdeckt operierende "agents provocateurs"

Schauspieler, die als solche nicht erkennbar sind, mischen sich unters Publikum, besuchen mit den Gästen die Ausstellung. Ihre zentrale Aufgabe ist, Gespräche anzubahnen, und durch Mundpropaganda oder Kommentare Informationen und Meinungen zu streuen. Didaktik, plakative Demonstration technischer Funktionsweisen und Zurschaustellung von "real-world" Exponaten (z.B. Polizeibewaffnung oä.) werden strikt vermieden.

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Experiment Europa

Das Projekt ist ein multimediales Experiment in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen. Die Schauspieler müssen daher den kulturellen Hintergrund des Aufführungslandes kennen bzw. ihm angehören. Zusammen mit ihnen wird das Skript für den jeweiligen Aufführungsland geschrieben. Die regionalen Fassungen können nur mit Kenntnis der kulturellen Register und Teilhabe am kulturellen Gedächtnis sinnvoll entstehen. Das gesammelte "Beobachtungsmaterial", die Dokumente der jeweiligen Veranstaltungen, sollen nach jeder Aufführung entsprechend ausgewertet werden. Hier werden sowohl kulturelle Eigenheiten zutage treten, zugleich wird ein gemeinsamer europäischer Diskurs angeregt.

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Netzwerk TROIA: eine "lernende" Installation

TROIA transportiert keine Ideologie, sondern versteht sich als Behälter für Informationen und als Plattform für kontroverse öffentliche Diskurse. In diesem Sinn soll TROIA während einer Aufführungstournee durch Europa inhaltlich von Station zu Station erweitert und ästhetisch ausgebaut werden. Das Kommunikations-Netz der kooperienden Partner und Künstler prägt dabei ganz wesentlich die Entwicklung des Stoffes.

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Bürger und Kunst

Die zentrale Funktion der Anlage ist sozial: die Beteiligung der Bürger steht gleichbedeutend neben dem Kontakt der Institute. TROIA hinterlässt Spuren in der kollektiven Erfahrung, weil es die Bedeutung aktiver Teilnahme am demokratischen Prozeß herausstellt und über Ort und Ereignis Menschen zusammenführt, die hier Gelegenheit zur Begegnung und Debatte vor erhalten. TROIA ersinnt konkrete mediale Maßnahmen, die Erinnerung nach Ausstellungsende wach zu erhalten.

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Projektpartner

GER: Hannover, Fachbereich Museen und Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Heinz Balzer
A: Wien, Wiener Festwochen, Luc Bondy, Marie Zimmermann
CZ: Prag, FCCA Foundation Center for Contemporary Arts, L. Hlavacek
LT: Kaunas, Meno Teritorja, Daiva Citvarienë
HU: Budapest, C3, Center for Culture and Communication, M. Peternak
GER: Stuttgart, Theater der Welt Stuttgart, Marie Zimmermann
A: Wien, Universität Wien, Philosophisches Institut, Prof. Dr. W. Pircher
UK: Manchester, Omega Foundation, Steve Wright
SL: Maribor, Association for Culture and Education KIBLA, P. Dobrila
UK: University of Newcastle upon Tyne, Visual Neuroscience, Dr. A. Thiele
UK: Manchester, Futuresonic, Drew Hemment
GER: BlinkenArea | BBO
GER: Hamburg, Sunshine Project, Jan van Aken
























hübotter gmbh

STAHLWERKE BREMEN GmbH

MANITOU Deutschland
	      GmbH & Nord-Rental GmbH

Bionade
	      GmbH     Kling & Freitag GmbH

[BBO]

triflex


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Links:

- http://troia.blinkenarea.org
- http://www.loca.org.uk
- http://www.futuresonic.com
- http://www.sunshine.org
- http://www.lettre.de [siehe Archiv, Heft 61]
- http://www.visionenkessel.de/projekte.htm
- http://www.visionenkessel.de/ideenwettbewerb.htm

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(1) kurz für "Temporary Residence of Intelligent Agents"; der Begriff "intelligenter Agent" ist ein technischer Fachausdruck und meint in diesem Fall –bei aller gewollten Mehrdeutigkeit– letztlich "interaktive Medienkunst"

(2) STOA bedeutet "Scientific and Technological Option Assessment" und ist dem Directorate General for Research der EU in Luxembourg zugeordnet. Das Europäische Parlament hat zwischen 1998-2002 einen Gutachter beauftragt, der sich mit der Bewertung von "technischen und wissenschaftlichen Optionen in Europa" für die Bereiche "crowd control", "interception" und "prison technologies" befasst.

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